Blood – Du sollst bereuen (Mindfuck Series 2)

Klappentext

Lana Myers ist jung, erfolgreich und seit Kurzem in einer glücklichen Beziehung mit dem FBI-Agenten Logan Bennett. Alles scheint perfekt. Was Logan aber nicht weiß: Lana ist die meistgesuchte Serienmörderin des Landes. Ihr Motiv ist Rache an einer Gruppe Männer, die ihr vor zehn Jahren unsagbares Leid angetan haben. Noch kann sie ihre wahre Identität geheim halten, doch Logan und sein Profiler-Team arbeiten unermüdlich an ihrem Fall. Ein einziger Fehler könnte Lanas Vergeltungsplan zum Einsturz bringen. Und sie ihre große Liebe kosten. Besonders seit Logans Kollegin Hadley sie im Visier hat … 

Eigene Meinung

Ah, da ist Band 2!

Und damit bekomme ich endlich, endlich meine Antwort auf den Cliffhanger aus Band 1. Wobei … ich vielleicht langsam hätte ahnen können, dass S. T. Abby mich nicht einfach so davonkommen lässt.

Denn natürlich ist die Geschichte nach der Auflösung nicht vorbei.

Im Gegenteil.

Lana und Logan sind inzwischen in einer glücklichen Beziehung, während Logan noch immer keine Ahnung hat, dass seine Freundin ausgerechnet die Serienmörderin ist, die er und sein Profiler-Team suchen. Allein diese Ausgangslage sorgt schon für ordentlich Spannung. Denn während Lana versucht, ihren Racheplan weiterzuführen und ihre Identität geheim zu halten, kommt ihr ausgerechnet Logans Kollegin Hadley gefährlich nahe.

Und ich saß da und dachte nur: Das kann doch nicht gut gehen.

Was mir in Band 2 besonders gefallen hat: Wir erfahren deutlich mehr über Lana und ihre Beweggründe. Ihre Geschichte wird greifbarer, ihre Vergangenheit bekommt mehr Raum und dadurch versteht man immer besser, warum sie tut, was sie tut. Das macht sie als Figur für mich noch interessanter.

Gleichzeitig entwickelt sich ihre Beziehung zu Logan weiter. Und genau das macht die ganze Sache natürlich noch komplizierter. Denn wir wissen, wer Lana ist. Logan weiß es nicht. Und während man die beiden beobachtet, wartet man eigentlich permanent darauf, dass irgendwann etwas auffliegt.

Und dann taucht auch noch der Boogeyman auf.

Ich habe irgendwann meine Freundin gefragt:

„Wer schnappt den Boogeyman? Bitte spoiler mich.“

„Willst du das wirklich?“

Ja.

Ich wollte es wirklich wissen. Und tatsächlich hat mir der Spoiler die Spannung überhaupt nicht genommen. Im Gegenteil. Danach wollte ich nur noch viel dringender wissen, wie genau es dazu kommt.

Und ohne natürlich zu spoilern: Das Ganze endet in einem weiteren Cliffhanger.

Natürlich.

Was S. T. Abby neben tiefen Charakteren und teilweise wirklich kranken Geschichten nämlich verdammt gut beherrscht, sind Cliffhanger aus der Hölle.

Man könnte fast meinen, sie möchte testen, wie lange ihre Leser ohne den nächsten Band auskommen.

Bei mir hat sie Pech.

Ich hatte beim Einkaufen in der Buchhandlung nämlich ausnahmsweise einmal mitgedacht und Band 3 direkt mitgenommen.

Das bedeutete: Dieser Cliffhanger musste mich nur ungefähr zwei Minuten quälen.

So lange, wie ich gebraucht habe, einmal durchs Haus zu laufen und den nächsten Band zu holen.

Überlebensstrategie.

Band 2 hat für mich genau das geschafft, was eine gute Fortsetzung schaffen sollte: Die Geschichte wird größer, die Figuren werden tiefer und gleichzeitig werden neue Fragen aufgeworfen, obwohl ich eigentlich gerade erst Antworten bekommen hatte.

Und jetzt sitze ich hier mit Band 3 in der Hand und bin ausgesprochen froh, dass ich diesmal vorbereitet bin.

Denn eines habe ich inzwischen gelernt:

S. T. Abby lässt mich nicht entspannt von einem Band zum nächsten gehen.