House of War: Dante
House of War: Dante

House of War: Dante

Klappentext

Lena will eigentlich nur ihren lang ersehnten Urlaub antreten. Wie immer war ihr letzter Arbeitstag viel zu lang und sie sehnt sich nach ihrer Couch. Kann ja keiner ahnen, dass plötzlich eine Wand explodiert und ein Dämon auf sie drauffällt. Der sie dann auch noch küsst. Und noch viel weniger kann sie ahnen, dass sie kurz darauf von einem anderen Dämon verletzt wird. Einem Seuchendämon. Die Verletzung übersteht sie, aber das Gift, das der Dämon ihr hinterlassen hat, wird sie töten. Langsam, schleichend.

Es sei denn …

Nein! Sich auf Dante einzulassen, seine Frau und damit unsterblich zu werden, ist keine Option, um dem Gift ein Schnippchen zu schlagen. Auch nicht, wenn er verdammt heiß ist und jede mögliche und unmögliche Gelegenheit nutzt, um ihr zu zeigen, dass er mehr als nur ein wenig an ihr interessiert ist.

Es muss eine andere Lösung geben! Der Kerl treibt sie nämlich in den Wahnsinn! Für immer mit ihm? Keine Chance! Das erträgt sie nicht.

Eigene Meinung

Dante. Ganz ehrlich, wer bist du bitte? Normalerweise habe ich es ja nicht so mit Dämonen. Sie sind meistens laut, unerträglich böse und haben in den meisten Fällen zu viele Hörner, Schuppen oder andere anatomische Merkwürdigkeiten, die mich eher abschrecken als faszinieren. Aber im House of War-Universum sind Dämonen … anders. Auf eine völlig unvorhersehbare Weise anders. Sie können sarkastisch sein, charmant, attraktiv – und tatsächlich auch hilfsbereit. So wie Dante.
Also im Grunde alles, was man von einem handelsüblichen Dämon nicht erwartet.

Und was erwartet uns stattdessen?
Natürlich zuerst mal Romance – und die hat es in sich. Denn Lena will das eigentlich gar nicht. Sie will nicht fasziniert sein, nicht hineinrutschen in diese Dynamik, nicht ihre Gefühle zulassen. Aber Gefühle halten sich bekanntlich selten an logisch erklärte Grenzen. Und auch Lena muss erkennen, dass Verdrängen nicht funktioniert.

Dann haben wir Dante: sarkastisch, unfassbar gutaussehend, gefährlich, aber vor allem die einzige Chance, dass Lena diese Bedrohung überhaupt überlebt. Und die Mischung dieser beiden führt zu einer Dynamik, die schwer auszuhalten ist. Vor allem, wenn man trinkt. Ich kann kaum zählen, wie oft ich Tee quer über Tisch oder Sofa geprustet habe. Die Dialoge haben perfektes Slapstick-Potenzial, und dieses Buch nutzt es hemmungslos.

Was mir daran so gefällt: Sarah Baines weiß ganz genau, was sie tut. Wer ihre Bücher kennt, weiß, dass sie eine unglaubliche Fähigkeit hat, Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen. Ihre Figuren stehen nie flach da, sondern erhalten gedankliche und emotionale Facetten, die man mit eigenen Vorstellungen füllen kann – und gleichzeitig lenkt sie subtil genau dahin, wo sie den Fokus haben möchte. Das ist Talent, und zwar im besten Sinne.

Und genau deshalb gelingt Escapism hier perfekt. Ich konnte mich wirklich fallen lassen und einfach genießen.
Das Buch ist im Kern ein herrliches Katz-und-Maus-Spiel zwischen Dante und Lena – witzig, emotional und auf eine freche Art romantisch. Gleichzeitig gibt es Intrigen und politische Spannungen zwischen den Dämonen, die versuchen, einen Angriff aufzuklären und eine größere Bedrohung aufzulösen.
Es liest sich schnell, unterhaltsam und liefert genau die Art Fantasy-Romance, die man schwer wieder aus dem Kopf bekommt.

Für mich war es das erste Buch, in dem Dämonen nicht einfach nur böse sind. Und definitiv nicht das letzte.

Fakten

Titel: House of War: Dante
Autor: Sarah Baines
Preis: Ebook 4,99€ / Taschenbuch 16,00€
Hier erhältlich: https://amzn.eu/d/5Sbn3rV

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