House of War: Sascha
House of War: Sascha

House of War: Sascha

Klappentext

Sascha Madison glaubt nicht an Prinzen auf stinkenden Gäulen. Die Hoffnung auf einen Drachentöter hat sie auch schon vor geraumer Weile aufgegeben. Was immer in ihrem Leben auch schiefgelaufen ist, sie hat leider absolut keine Ahnung was. Plötzlich ist das alles über sie hereingebrochen. Seltsame Gestalten, die versuchen sie zu töten oder ihren Bruder zu entführen. Manchmal auch beides.

Und der Freak, den sie auf dem Spielplatz dabei erwischt, wie er die Kinder beobachtet, macht die Sache auch nicht gerade leichter. Plötzlich taucht er immer wieder in ihrer Nähe auf und es fällt ihr zusehends schwerer, ihr Geheimnis zu schützen.

Eigene Meinung

Nach House of War: Dante brauchte ich dringend noch einmal eine volle Portion Dämonenromance. Die Wahl fiel schnell auf Sascha, einfach weil mir der Klappentext erneut sarkastische Sprüche und eine faszinierende Dynamik versprach. Und ja: Genau das hat das Buch geliefert.

Sascha ist eine „handelsübliche Goth“ (O-Ton der Autorin) und ich liebe wirklich alles daran. Sie läuft in schwarzen Catsuits und wunderschönen Gothic-Kleidern herum, schminkt sich konsequent schwarz und hat Sarkasmus, Schlagfertigkeit und Selbstvertrauen definitiv mit dem großen Löffel gefressen. Dumm nur, dass sie ein halber Dämon ist. Und noch dümmer, dass gefühlt die halbe Dämonenwelt hinter ihr oder ihrem kleinen Bruder her ist.

Und dann ist da noch Charon – der Freak, wie Sascha ihn nennt. Der Typ, der irgendwann mal einen dummen Witz gemacht hat und seitdem als Fährmann bekannt ist. Und ja, das klebt irgendwie an ihm fest. Was soll ich sagen? Er ist verdammt cool. Cool, liebevoll, sarkastisch und überhaupt … Wie kann man sich in ein Skelett verlieben?
Naja gut – bei Sarah Baines ist eben alles möglich.

Und genau das liegt an ihrer Art zu schreiben. Sie schafft es, dem Tod (!) eine sympathische, charmante, fast liebevolle Persönlichkeit zu geben, ohne ihn seiner dämonischen Brutalität zu berauben. Dieser Spagat ist selten, und bei Baines wirkt er mühelos. Bei ihr sind Charaktere nicht flach, sondern vielschichtig, mit Ecken, Kanten und genug Tiefe, um emotional komplett einzutauchen.

Gemeinsam machen sich Charon und Sascha auf die Suche nach Antworten: Wer war Saschas Vater? Wer war der Vater ihres kleinen Bruders? War der Tod ihrer Mutter wirklich ein Unfall? Und warum zur Hölle ist die halbe Dämonenwelt hinter ihnen her?
Während sie Antworten suchen, entdeckt Sascha ihre eigenen, geerbten Fähigkeiten, lässt sich von Charon trainieren und verliebt sich mehr und mehr in ihn. Widerwillig? Ja.
Aber Gefühle lassen sich bekanntlich nicht wegdiskutieren.

Und das ist genau der Punkt: Ich liebe die Bücher von Sarah Baines, weil sie mich komplett in andere Welten entführen. Man weiß nie sofort, wer Freund oder Feind ist. Da kann sich der scheinbar durchgeknallte Auftragsmörder als Verbündeter entpuppen und die Welt einmal komplett auf den Kopf gestellt werden. Und trotzdem fühlt es sich immer logisch an, immer richtig, und das Ende fügt sich.

Zum Ende hin zieht die Geschichte ordentlich an – rasant, spannend, chaotisch im besten Sinne. Plötzlich passieren mehrere Dinge gleichzeitig, aber Sarah verliert nie den Überblick. Der Leser auch nicht. Alles läuft zusammen und endet in einem wunderbar runden Romance-Finale.
Und ja: Ich habe es geliebt.

Fakten

Titel: House of War: Sascha
Autor: Sarah Baines
Preis: Ebook 4,99€ / Taschenbuch 14,00€
Hier erhältlich https://amzn.eu/d/3Pj5kk7

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